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GLPI 12 ist erschienen – das ändert sich

· Release vom 07.10.2026 · GLPI 12.0.0, 11.0.11 und 10.0.28

Am 7. Oktober 2026 ist GLPI 12.0.0 erschienen. Es ist das erste Release im neuen jährlichen Rhythmus. Bisher kamen große Versionen nur alle drei bis vier Jahre. An der Ticket- und Asset-Oberfläche ändert sich wenig. Die Neuerungen liegen vor allem in der Wissensdatenbank, bei der Sicherheit und bei internen Fristen.

Die wichtigsten Neuerungen

  • Neue Wissensdatenbank: Lesen und Bearbeiten finden in derselben Oberfläche statt. Statt Kategorien gibt es Artikel, die weitere Artikel enthalten können.
  • Sitzungsverwaltung: Administratoren sehen aktive Sitzungen und können sie sofort beenden.
  • Bestätigung sensibler Aktionen: Kritische Admin-Aktionen verlangen eine erneute Bestätigung per Zwei-Faktor-Code, ersatzweise per Passwort.
  • OLAs pro Team: Jede beteiligte Gruppe erhält eine eigene interne Frist samt Verspätungsstatus – die Frist wandert mit, wenn das Ticket weitergegeben wird.
  • Helpdesk: Ticket-Dokumente lassen sich vor Anfragenden verbergen, ersetzte Benutzer werden benachrichtigt, die Suche kann je Profil eingeschränkt werden.
  • Dashboards: zusätzliche Filter und Ansichten, schnelleres Laden.
  • API v3: läuft parallel zu den bisherigen API-Versionen, die weiter funktionieren.
  • Sicherere Standards: Anfragen vom GLPI-Server ins interne Netz sind standardmäßig blockiert. Für das Inventar muss eine Authentifizierungsmethode gewählt werden.

Vor dem Upgrade prüfen

  • Systemvoraussetzungen: mindestens PHP 8.3 sowie MariaDB 10.11 oder MySQL 8.0.
  • Plugins: Jedes eingesetzte Plugin muss für GLPI 12 freigegeben sein. Das gilt auch für Integrationen wie unsere GLPI-Znuny-Schnittstelle – sprechen Sie uns vor dem Upgrade an.
  • Wissensdatenbank: Bestehende Kategorien bleiben verborgen, bis die Zugriffsrechte neu zugewiesen sind.
  • Interne Ziele: RSS-Feeds, Kalender und Webhooks, die interne Server ansprechen, müssen ausdrücklich freigegeben werden.
  • Inventar: Ohne Authentifizierung läuft das Inventar nur noch, wenn das bewusst so eingestellt wird.
  • Reverse Proxy, Monitoring und Berichte: Die Proxy-Konfiguration braucht eine zusätzliche Angabe. Überwachungen der automatischen Aktionen und eigene Berichte mit OLA-Daten müssen angepasst werden.

Was das für GLPI 10 und 11 bedeutet

GLPI 10 ist mit dem Erscheinen von GLPI 12 ausgelaufen. Version 10.0.28 vom 30. September ist das letzte Release dieser Reihe; weitere Updates gibt es nur noch mit kostenpflichtigem Extended Support. Wer GLPI 10 einsetzt, sollte das Upgrade jetzt planen.

GLPI 11 wird weiter gepflegt. Am 1. Oktober erschien das Sicherheitsupdate 11.0.11. Es schließt mehrere als hoch eingestufte Lücken, darunter eine SQL-Injection, Rechteausweitungen über das Klonen von Benutzern und Massenaktionen sowie das unbefugte Ändern der Zwei-Faktor-Anmeldung höher berechtigter Benutzer. Es ersetzt außerdem 11.0.10, das einen Fehler beim Laden von Plugins hatte. Dieses Update sollte unabhängig von GLPI 12 sofort eingespielt werden.

Unsere Empfehlung

Für produktive Systeme raten wir, nicht am ersten Tag auf 12.0.0 zu wechseln. Spielen Sie zuerst 11.0.11 ein. Prüfen Sie dann Plugins und Voraussetzungen und testen Sie das Upgrade auf einer Kopie. Den Wechsel planen Sie am besten zusammen mit dem ersten Wartungsrelease von GLPI 12.

Weitere Details: GLPI 12 auf glpi-project.org und Release Notes auf GitHub.

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